Edition Schöne Bücher

4. Dezember

Die meisten Bäume und Sträucher sind winterlich kahl und ruhen sich aus. Aber in meinem Garten blüht ein großer Strauch schon seit Anfang November: ein wohlriechender Winter-Schneeball. Wie der Name verät, riecht der ganze Strauch süß wie Honig. Seine Blüten sind klein und sitzen in Büscheln zusammen. Eine Pracht in der grauen Zeit. Wenn du auch etwas Blühendes haben möchtest, hast du heute die Möglichkeit, die Grundlage dafür zu schaffen, denn:

Heute ist der Namenstag der Heiligen Barbara, der Barbara-Tag.  An diesem Tag, nahe der längsten Nacht des Jahres, schnitt man früher Zweige von Bäumen, die dann an Weihnachten blühten. Dieser Brauch ist auch heute noch bekannt. Wenn du an Weihnachten einen blühenden Zweig in deinem Zimmer haben möchstest, musst du heute nach draußen gehen. Geeignete Zweige kannst du an allen Obstbäumen abschneiden, aber das hat zwei Nachteile:

1. In der Stadt wirst du wenige Obstbäume finden und deren Besitzer mögen verständlicherweise nicht, dass irgendwer einfach Zweige abschneidet.

2. Im nächsten Jahr fehlt der Zweig, und es können keine Früchte daran wachsen.

Was aber ohne Schwierigkeiten geht, ist das Abschneiden von Forsythienzweigen. So sieht dieser Strauch an seiner Spitze jetzt aus:

Forsythie

Dieser Strauch bringt keine Früchte hervor, hat aber sehr schöne gelbe Blüten. Normalerweise blüht er im Frühjahr, etwa März, und nach der Blüte trägt er ovale hell- bis mittelgrüne Blätter. Er wird gerne in Gärten, als Hecke oder auch Einzelstrauch gepflanzt und muss sowieso zurückgeschnitten werden. Wenn du also Forsythienzweige abschneidest, schadet das niemandem. Und du hast an Weihnachten einen schönen gelbblühenden Zweig in deinem Zimmer.

Ich drücke dir die Daumen, dass es klappt.

Bis morgen,

deine Josephine

Jo-in-Latzhose

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